Vom Durst nach Wissen und dem fehlenden Austausch darüber

Vermutlich war ich schon immer eher neugierig und bei den meisten Dingen interessiert mich viel mehr, WIE es als DASS es funktioniert oder wenn es nicht funktioniert, WARUM es nicht funktioniert. Vermutlich bin ich auch deshalb den Naturwissenschaften so verbunden, wobei mich in den letzten Jahren auch immer mehr Teile der Geistes- und Sozialwissenschaften interessieren. Ich möchte einfach immer weiter lernen, weil ich das Gefühl habe, wenn ich dass nicht tue, werde ich irgendwann ignorant und berufe mich auf Fakten, die keine (mehr) sind. Grundsätzlich ist unsere Meinung eben nur so gut, wie das Wissen auf dem sie basiert und je umfangreicher das Wissen um so eher möchte ich mir selbst auch eine Meinung erlauben.

Ein Tool, das mir dabei hilft, ist die App Blinkist. Ich liebe Blinkist! Nicht, weil ich dann so tun kann, als hätte ich alle Bücher komplett gelesen, die ich durch die Blinkist-Zusammenfassung in wenigen Minuten erfassen kann, sondern weil Blinkist für mich eine Vorauswahl erleichtert, welchen Büchern ich die Zeit schenken möchte, sie in Gänze zu lesen. Blinks sind für mich einfach wertfreie Rezensionen, anhand derer es mir leichter fällt, an das Wissen zu gelangen, das mich wirklich interessiert. Es bietet mir durch den Blink des Tages aber auch die Möglichkeit einen Blick über meinen Tellerrand zu wagen und mich Themen zu nähern, die sonst eher meinen innerlichen Widerstand auslösen, wie Wirtschaft oder Politik. Mit der „Spaces“-Funktion bietet Blinkst auch die Möglichkeit, Blinks mit anderen zu „teilen“.  In meiner romantischen Vorstellung der Nutzung der Spaces ergibt sich daraus die Möglichkeit eines „Blinkist-Clubs“, bei dem jedes Mitglied der Spaces die gemeinstem Blinks hört und man sich dazu verabredet, sich über deren Inhalt auszutauschen. Diese romantische Vorstellung kollidiert regelmäßig mit der Realität, dass Zeit sich Blinks anzuhören, ein Luxus ist, den sich nicht jeder aus meinem spärlich Blinkist nutzenden Bekanntenkreis leisten möchte oder kann. Und so kann ich zwar immer mehr Wissen sammeln, aber mir fehlt der Austausch darüber. Und diesen Austausch über welches Thema auch immer vermisse ich wirklich schmerzlich.

Was ich aber tun kann, ist zumindest meine Gedanken zu den Blinks, die mich beschäftigen, niederzuschreiben. Und das habe ich zukünftig vor, in diesem Blog.

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