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Es werden Posts vom 2012 angezeigt.

Vom Zeichnen statt Schreiben

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Ja, ich lebe noch! Ich habe nur gerade keine überquellenden Blog-Ideen mehr und so wirklich Tagebuch-Bloggen find ich ja auch langweilig. Dafür macht sich wieder ein kreatives Chaos aus zu zeichnenden Bildern in meinem Kopf breit. Also hab ich beschlossen, mich endlich mal bei talenthouse.com anzumelden, um meiner Kreativität wieder ein Ventil zu geben; mein erstes Projekt „Zeichne ein Logo für No Doubt“. Wie viele oder ob ich überhaupt eine Chance habe, den Wettbewerb zu gewinnen, ist sehr zweifelhaft, dafür gibt es einfach zu viele kreative Köpfe dort draußen und die haben das dann größtenteils auch noch professionell gelernt. Da es bei einer guten Idee aber letztendlich nie auf die berufliche Voraussetzung des Ideengebers ankommt, ist das alles ganz egal, solange man das, was man tut liebt. Und ich liebe es! Gestern fragte mich ein Freundin: „Malst du dir da ernsthaft so viele Chancen aus, dass du da so viel Herzblut reinsteckst? Du bist kein Designer!“. Ich konnte ehrlich antworte...

Vom ‚profesor de trabajo‘ zum Zerfall der Murmelwährung

Tag zwei meines Spanisch-Intensivkurses, wir sollen Kontakt-Anzeigen schreiben. Wir haben ein paar Vorlagen und so stückeln sich die meisten Teilnehmer etwas zusammen aus den Beispielen. Etwas individueller wird es erst bei den ausgedachten Berufen. Warum auch immer wollte Lucas dann unbedingt „Professor der Arbeit“ sein. Ein Schmunzeln geht durch den Raum und jemand sagt: „So etwas gibt es doch höchstens in Griechenland!“. Dieses Herumgealbere animiert unseren Spanisch-Lehrer von der Privat-Schule zu erzählen, an der er arbeitet. Dort hätten die Kinder bereits ein Fach „Finanzen“, in dem sie lernen würden, mit Geld umzugehen und was Geld in unserer Welt für eine Bedeutung hat. Ihre klasseninterne Währung sei die Murmel. Es gibt verschiedene Murmeln, einige sind einfarbig bunt, andere haben ein Prisma und wieder andere sind mit Steinen verziert. Mit diesen Murmeln könnten die Kinder dann handeln oder sie gegeneinander tauschen. Einige sind sehr schlau und messen ihren Murmeln durch ...

Momentaufnahme #9

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Heute mal ein paar Momentaufnahmen der letzten drei Wochen. Abschiedsschokocupcakes Hauptbahnhof Lübeck I ♥ Paul Green I ♥ Soccer Erst das Probetraining, jetzt die richtige Ausrüstung. I ♥ Travemünde Für die einen mehr abstrakte Kunst als Brunnen, für die anderen ein luxuriöses Tauben-Spa 

Vom kleinen Tweety und der großen Aufregung

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Wenn es um Vögel geht, reagiere ich teilweise etwas panisch, das ist halt so bei einer Vogelphobie. So war ich dann heute auch etwas geschockt, einen kleinen gelben, auf den zweiten Blick zugegeben niedlichen, Tweety über der Toilette auf dem Fensterbrett in unserem Badezimmer sitzen zu sehen. Bei geschlossenem Fenster. Meine erste Reaktion also: Panik! Ich verließ das Bad fluchtartig und schmetterte die Tür hinter mir zu. Zum Glück war ich nicht allein in der Wohnung. Denn wie sollte man den Vogel, der seinen direkten Fluchtweg, das Fenster, blockierte, wieder vor dieses bekommen. Ein Kommilitone meines Mitbewohners traute sich ins Bad, den plüschig gefiederten Freund zu befreien. Er schaffte es, das Fenster zu öffnen, Tweety saß mittlerweile auf dem Boden. Jetzt hieß es warten. Ich ging zum Mittagessen. Danach würde das Tier bestimmt verschwunden sein, denn das Fenster war ja nun wieder auf. Nach dem Mittagessen die Entwarnung. Der Vogel hatte das Bad um Zentimeter verlassen und saß...

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Das gilt für ziemlich vieles im Leben. Denn letztendlich lässt sich irgendwie nichts wirklich planen. Klar, kann man, wenn man sehr strebsam ist, jedes Ziel erreichen, aber ab und an ergeben sich aus dem Nichts neue Gelegenheiten, die alte Pläne dann plötzlich über den Haufen werfen. Begünstigt wird sowas bei mir immer ziemlich gut durch Reisen. Denn auf Reisen gibt es so viele neue Eindrücke zu erleben, dass sich mal eben alles auf den Kopf stellen lassen kann. Vor nicht einmal zwei Monaten habe ich in meinem Blog noch sehr verliebt vom Portugiesischen geschwärmt. Dass ich den Klang der portugiesischen Worte immer noch wunderschön finde, hat sich auch nicht geändert, aber was lerne ich jetzt? Spanisch. Knapp daneben! Dabei hatte ich das gar nicht beabsichtigt. Ursprünglich dachte ich, ist so ein Strandurlaub genau für vier Dinge hervorragend geeignet: Baden, Braun werden, Lesen und Lernen, wofür man sonst keine Zeit hat, so wie Por...

Morgens in Torremolinos

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Ich bin ganz allgemein kein großer Langschläfer, das ändert sich natürlich auch im Urlaub nicht. Und wenn ich wach bin, dann stehe ich auch um sechs oder sieben auf. Doch was macht man in einem Urlaubsort um diese Zeit, wenn normale Touristen noch schlafen? Ich jogge(h)! Im Allgemeinen bin ich auch kein großer Freund von Hotelurlauben, dafür bin ich zu neugierig. Ich möchte, wenn ich in einem anderen Land bin, Land und Leute kennenlernen, anders als der durchschnittliche Badeurlauber, der einfach nur seine Ruhe haben möchte. Umso spannender fand ich es dann auch, zu entdecken, was vor dem Erwachen der Touristen in Torremolinos so passiert. Eigentlich hätte mir ja klar sein sollen, dass gerade die Menschen, die dafür sorgen, dass der Gast sich wie ein König fühlt, um diese Uhrzeit schon auf Hochtouren arbeiten. Aber irgendwie war es das nicht und als ich mir vom Rezeptionsleiter der Nachtschicht bestätigt lassen habe, dass die Automatiktüren am Hintereingang schon auf sind, erschrecke...

Momentaufnahme #8 - Ronda und Marbella

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Eigentlich hätte ich gern erst angefangen, ein paar Fotos von Torremolinos mit euch zu teilen. Aber keins der Fotos, die ich gemacht habe, gefällt mir so gut oder ist aussagekräftig genug, um damit meinen Urlaub zu beschreiben. Deshalb werde ich das zu einem späteren Zeitpunkt in Textform tun. Um euch aber schon ein wenig zu zeigen, hier jetzt eine Momentaufnahme von meinem Ausflug nach Ronda und Marbella.  Um nach Ronda zu kommen muss man von Marbella aus betrachte zunächst einmal durch die Serrania de Ronda, eine wie ich finde sehr schöne Bergkette mit kurvenreicher Straße. Ronda selbst ist sehr schön, besonders der ältere Teil der Stadt.   Neuer und alter Teil sind durch eine Brücke voneinander getrennt, von der aus man durch die hohe Lage der Stadt einen herrlichen Ausblick auf das Umland hat. Natürlich kann man auch hier eine Rundfahrt mit Kutsche machen. Nur dass es hier irgendwie herrlich ins Stadtbild passt. Die Region soll laut Reiseleiter bek...

Von Rauchern und Nachhaltigkeit

Manchmal frag ich mich, ob es  Nachhaltigkeitsvegetariern mit Fleischessern ähnlich geht  wie mir mit Rauchern. Dieser innere Groll, dem anderen das Schnitzel, das er offensichtlich genießt,  mit jedem Bissen  einfach aus der Hand zu schlagen, aus Ärger über die Ignoranz des anderen. Beim Wäscheaufhängen auf dem Balkon steigt mir plötzlich dieser ekelhafte Geruch einer Zigarette in die Nase. Unsere Nachbarin raucht mal wieder und telefoniert dabei laut kommentierend: "Echt? Ach, du Schhhhh....eiße (dabei wird sie etwas leiser, denn das sagt man ja nicht)! Nein!". Das denk ich mir in dem Moment auch. Wozu wasche ich eigentlich, wenn meine Sachen bei ihrem Rauchpensum eh in zwei Stunden wieder nach Disko vor 2008 stinken. Wie kann jemand bei den uns eh schon jeden Tag stärker umgebenden Umweltgiften seine Umgebung auch noch mit so unnötigem Genuss von entzündetem Tabak belästigen? Und prompt ärgere ich mich wieder. In solchen Momenten möchte ich nur noch hinunterr...

Momentaufnahme #7

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Vom Partypatriotismus

Vom Partypatriotismus, dem versteckten Nationalismus im Neoliberalismus, und warum es unglaublich schwer ist, sich überhaupt eine eigene "richtige" Meinung zu einem Thema zu bilden, wenn schon Gesellschaftskritiker sich als verschmähte Herdentiere herausstellen. Dieser Morgen beginnt mit schwerer Kost zum obligatorischen  Frühstück vor dem Sport. Nicht weil mein Müsli neuerdings Blei-Späne enthält, um mein Training zu maximieren, sondern, weil ich irgendwie auf 3sat gelandet bin und gerade eine Wiederholung von gestern läuft. http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=31531 Eindeutig eine Kritik am Partypatriotismus. Ganz allgemein gibt es zwei Dinge, die ich nicht mag, Kritiker und die mediale Zerlegung  von Kritikern. Zu Kritikern besteht bei mir eine Art Hass-Liebe, weil sie mich zwingen, mich mit einer Sache auseinander zu setzen, die ich vorher noch nicht so beachtet habe, wie in diesem Fall das neue deutsche Bewusstsein formiert durch die gemein...

Von der nächtliche Stille und dem Sommerregenduft

Es ist Freitag, ein Uhr nachts, für mich eigentlich noch Donnerstag. Ich verabschiede mich von einer Freundin und trete durch die Haustür auf die Straße. Es hat geregnet und der milde, laue Duft von Sommerregen steigt mir in die Nase. Am ZOB wird gerade der Platz gereinigt. Der letzte Bus ist schon eine Weile weg, Lübeck eben. Ich bin mit dem Fahrrad gekommen und damit mache ich mich nun auch wieder auf den Heimweg. Je weiter ich mich vom ZOB entferne, um so leiser wird es um mich. Ich liebe diese Stille, die nur nachts in Lübeck herrschen kann. Platz zum Atmen, Raum zum Denken und um mich nichts als leere Straßen und die kleinen Geräusche, die man sonst kaum wahrnimmt: Der Luftzug durch die Speichen der Räder, das Knistern des Sands unter den Reifen und das Spritzen des nassen Asphalts mit aufgeheiztem Restwasser, das Quietschen der Jeans, wenn beim in die Pedale treten die Hose am Sattel entlang streift. Man könnte sich mitten auf die Kreuzungen legen, ohne überfahren zu werden und e...

Mein Zwei-Man-Jogging-Wolfsrudel

Das Gute daran, auf dem Dorf aufzuwachen, ist, über mangelnde Jogging-Strecken kann man sich nicht beschweren, Wald und Wiesen überall. Deshalb ist etwas, das ich so gut wie immer dabei habe, wenn ich heimfahre, Sportzeug. Dann muss eigentlich nur noch das Wetter mitspielen. Gestern hat es so gut wie den ganzen Tag durchgeregnet und als zugegebener Schönwetter-Jogger verzichte ich gerne auf matschige Waldwege. Nachdem ich heute Morgen die Hoffnung beim Frühstück schon begraben wollte, heute noch eine Runde laufen zu können, weil sich eine fies und dunkel aussehende Wetterfront dem Dorf näherte, kam es dann aber nach einer Stunde doch noch anders. Ein großes Sonnenloch machte sich breit. Laufoutfit angezogen, Rexy, unseren Hund, an die Leine genommen, runtastic und Musik eingeschaltet und los. Dass ich weit entfernt von gut bin, ist mir schon klar – dafür müsste man auch mehr als nur einmal die Woche laufen gehen, aber so Anfänger-Fehler wie zu schnell loslaufen, müss...

Vom Karrieretag, einem Pinguin in der Wüste, Fußballkuchen und heimischen Erdbeeren

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Da ein Blog ja eigentlich nichts anderes als ein Tagebuch fürs World Wide Web ist und ich es im Allgemeinen ja einfach nur für meine selbstanalytischen Philosophien, kreativen Ergüsse und Pseudo-Artikel missbrauche, jetzt mal ganz klassisch ein Wochenbericht, damit mein Blog sich auch als solcher schimpfen darf. Dienstag war Karrieretag. Ich hatte mich bei meiner Betreuerin Montag gleich für den Folgetag abgemeldet und auch die Neuroinformatik-Vorlesung fiel meiner erneuten Lebenslauf-Verbesserung zum Opfer. Ein Freund hatte mir am Wochenende beim gemeinsamen Frühstück noch ein paar Tipps gegeben und so war ich gut vorbereitet und erwartete nun viel. Letzten Endes, soviel sei vorweggenommen, war der Karrieretag dann aber doch enttäuschend. Ich konnte mir zwar ein paar Informationen zu potentiellen regionalen Arbeitgebern holen, aber das, worauf es mir ankam, der Bewerbungsmappen-Check und der Workshop „Selbstbild-Fremdbild“, war ziemlich ernüchternd. Aus den mittelmäßig begeisterten...

UEFA EURO 2012

Meine Betreuerin für die Masterarbeit fragt mich heute beim Mittagessen: „Schaust du Fußball?“. Die Frage bezieht sich auf die Europameisterschaft, die gerade angefangen hat. Ich antworte: „Jep.“. Etwas wortkarg für meine Verhältnisse, wenn es um Fußball geht, denn ich schau echt gern Fußball. Aber eigentlich kann man immer nur etwas Falsches sagen und deshalb beschränke ich meine Meinungsäußerung zu Spielen lieber auf Familie und enge Freunde, denn ich bin nun mal echt kein Experte und man darf zwar eine Meinung haben, aber letztendlich glaubt im Bezug auf Fußball ja jeder seinen Senf dazugeben zu müssen, da kann man auch einfach mal schweigen. Grotesker-, widersprüchlicher weise schreib ich jetzt natürlich trotzdem darüber. Aber da wahrscheinlich eh nur meine Familie und engen Freunde diesen Blog lesen ist es ja fast schweigen. Vor einigen Jahren, genau genommen bei der letzten EM 2008, habe ich schon mal etwas über Fußball geschrieben. Ob Frauen Fußball genauso sehen können wie...

Und wer fragt die Kinder?

Zwischen Schulbank und Feierabend der Eltern, da bleibt für die, die keine Großeltern haben, die auf sie aufpassen, keine älteren Geschwister, die mit ihnen Hausaufgaben machen, meistens nur der Hort oder gerade der Hort. Denn dort können sie nicht nur Zeit mit ihren Freunden verbringen und kleine Abenteuer und Feiern erleben, dort kümmern sich auch Menschen teilweise aufopfernd um sie, passen auf, dass die Hausaufgaben gemacht werden, helfen dabei, beantworten schier unlösbare Fragen wie: „Gibt es blaue Frösche?“ und nähen Puppenkleider für nackte Puppen, die irgendwo übrig geblieben dem Hort zu Gute kommen. Viele stellen sich einen solchen Menschen als Frau mittleren Alters mit gemütlicher Figur und bereits erkennbar werdendem gutmütterlichem Alte-Lady-Scharm vor. Da will eine junge, moderne Frau auf dem Stand neuster Erziehungstechnik und mit mobiler Internetanbindung nicht so recht ins Bild passen. Es gibt so viele Blickwinkel aus denen diese junge Frau betrachtet werden kann. ...

BLACK

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Ich zeichne gerade an einer Bildreihe bestehend aus fünf Bildern. Gestern habe ich das zweite fertiggestellt. Ich ergänze diesen Post dann immer weiter, bis alle Bilder fertig sind. Zur Reihe: Wie der Titel schon sagt handelt es sich um die Farbe Schwarz. Jedes Bild wird in einem etwas anderen Stil und mit anderem Inhalt erscheinen und doch befassen sich alle mit den unterschiedlichen Aspekten der Farbe und ihrer Bedeutung, verknüpft mit logischen und emotionalen Hintergründen.